USA: Jobmaschine kommt langsam wieder in Schwung

Der US-Arbeitsmarkt hat seine Erholung von der Coronapandemie nach einem schwächeren Monat wieder aufgenommen. Die Arbeitslosigkeit ging im Mai deutlich zurück, die Beschäftigung stieg wieder stärker. Insgesamt entstanden 559.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft. Das waren zwar immer noch etwas weniger, als Ökonomen erwartet hatten – aber deutlich mehr als noch im April, als nur 278.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.

Entsprechend ging auch die Arbeitslosigkeit deutlich zurück. Die Arbeitslosenquote sank im Mai gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent. Vor der Pandemie hatte sie mit 3,5 Prozent jedoch wesentlich niedriger gelegen.

Besonders viele Stellen kamen im Mai in jenen Branchen hinzu, die von der Pandemie besonders betroffen sind. Dazu zählen vor allem die Dienstleister und der Handel. Im Freizeitbereich und Gastgewerbe wurden im Mai fast 300.000 Stellen aufgebaut. Wesentlicher Grund dürften die Lockerungen von Coronabeschränkungen in vielen US-Staaten sein. Am Bau hingegen wurden unter dem Strich Stellen abgebaut.

In der Coronakrise war die Beschäftigung in den USA im Frühjahr 2020 mit Rekordtempo eingebrochen. Seitdem erholt sich der Arbeitsmarkt. Allerdings sind immer noch viele Amerikaner ohne Job, laut Regierung sind es derzeit etwa 9,3 Millionen. Damit sind rund dreieinhalb Millionen Menschen mehr arbeitslos als im Februar 2020, also vor der Coronakrise.

Das Stellenwachstum in den USA geht mit einer deutlichen Steigerung von Löhnen und Gehältern einher. Die durchschnittlichen Stundenlöhne kletterten gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent. Bereits im Vormonat war das Lohnwachstum mit 0,7 Prozent kräftig ausgefallen. Im Vergleich zum Mai 2020 erhöhten sich die Stundenlöhne um 2,0 Prozent.

Zuletzt hatten zunehmend mehr Unternehmen von Schwierigkeiten berichtet, Arbeitskräfte zu finden. Fachleute sehen einen Grund dafür in den großzügigen Unterstützungszahlungen des Staates, die nun viele in der Coronakrise arbeitslos gewordene Arbeitnehmer von der Jobsuche abhielten. 24 republikanisch regierte Bundesstaaten sind deshalb kürzlich aus dem Hilfsprogramm ausgestiegen.