Universitätsmedizin Essen und m.Doc setzen erstmals ISiK ein

Köln – Interoperabilität, also das reibungslose Zusammenspiel verschiedener Systemlandschaften, ist die unverzichtbare Grundlage, wenn der vor allem durch das Krankenhauszukunftsgesetz initiierte Digitalisierungsschub in deutschen Krankenhäusern von Erfolg gekrönt sein soll.

Die gematik als „National Digital Health Agency“ erarbeitet daher bis zum 30. Juni 2021 einen verbindlichen „Standard für den Austausch von Gesundheitsdaten über eine standardisierte Schnittstelle für informationstechnische Systeme in Krankenhäusern“ – kurz ISiK.

An der Universitätsmedizin Essen wird in Kooperation mit dem Kölner Smart-Health-Pionier m.Doc diese Schnittstelle erstmals im Rahmen eines sogenannten Show-Cases eingesetzt.

Mit Hilfe der ISiK-Datenobjekte „Patient“ und „Encounter“ sowie den FHIR-Ressourcen „Appointment“ und „Question“ können in diesem Modellprojekt Patientenadhärenz gefördert und auch unter wissenschaftlichen Aspekten effizienter in den Behandlungsprozess einbezogen werden.

Die Universitätsmedizin Essen gilt für die Transplantation von Leber, Niere und Lunge sowie von Stammzellen als national wie international anerkanntes Exzellenzzentrum. Das Universitätsklinikum ist zudem Vorreiter für Digitalisierung im Gesundheitswesen und verfügt über eine leistungsfähige IT-Infrastruktur.

Für die Aufnahme, für den eigentlichen Behandlungsprozess und für die postoperative und nachstationäre Betreuung von Patienten kommt in dem Modellprojekt statt papiergebundener Fragebögen das Patientenportal von m.Doc zum Einsatz, mit dem wichtige Daten der Patientinnen und Patienten erhoben werden. „Die ISiK-Datenobjekte sorgen dabei für den reibungslosen Datenfluss von und zu dem Patientenportal, das somit in die IT-Infrastruktur der Klinik nahtlos integriert ist“, so Armin de Greiff, technischer Direktor der zentralen IT der UME.

Neben dem Nutzen für Diagnose, Therapiegestaltung und Nachsorge bietet diese Lösung den Patientinnen und Patienten eine Reihe weiterer Vorteile: Aufnahmeprozesse können von zu Hause aus erledigt werden, bei weiteren Schritten wird das Erscheinen der Patienten vor Ort unnötig. Ohne Stress können Dokumente gelesen und verstanden werden, lassen sich beantworten und unterschreiben. Zudem stehen in dem m.Doc-Portal patientengerechte Fachinhalte zur Verfügung, um den Umgang mit Krankheit zu erleichtern. Vor allem aber dienen die in dem Show Case erhobenen Daten neben administrativen Zwecken auch der medizinischen Entscheidungsfindung und dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn.

„Problemlos in unterschiedliche Systemlandschaften integrierbar zu sein, ist eines der wichtigsten Features, das jede Lösung im Gesundheitssektor mitbringen muss. Monolithische Umgebungen, die nur unzureichend mit anderen kommunizieren, werden den Anforderungen der Zukunft nicht standhalten“, so der m.Doc-CEO Admir Kulin. „Dass wir jetzt ein ‚early bird‘ für den Einsatz von ISiK sind, unterstreicht die DNA von m.Doc, auf offenen Standards und Interoperabilität zu setzen und diese frühzeitig mitzugestalten.“

Über m.Doc GmbH

m.Doc ist ein 2016 gegründeter Digital-Healthcare-Pionier aus Köln, der auf Basis seiner Smart Health Platform zahlreiche digitale Lösungen für Kliniken, Reha- und Versorgungseinrichtungen sowie Arztpraxen bereitstellt. Das Unternehmen steht im Zentrum eines starken und stetig wachsenden Partner-Netzwerks, das digitalen Innovationen den Weg in das Gesundheitssystem ebnet. m.Doc macht mit seinen auf die Bedürfnisse der Branche maßgeschneiderten Lösungen effiziente Versorgung möglich und verschafft Ärzten, Pflegekräften und medizinischem Personal damit mehr Zeit für das Wesentliche: den Patienten.

Weitere Informationen unter www.mdoc.one.

Über Universitätsmedizin Essen

Die Essener Universitätsmedizin umfasst das Universitätsklinikum Essen sowie 15 Tochterunternehmen, darunter die Ruhrlandklinik, das St. Josef Krankenhaus Werden, die Herzchirurgie Huttrop und das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen. Die Essener Universitätsmedizin ist mit etwa 1.700 Betten das führende Gesundheits-Kompetenzzentrum des Ruhrgebiets und seit 2015 auf dem Weg zum Smart Hospital. 2020 behandelten unsere rund 10.000 Beschäftigten etwa 64.000 stationäre und 300.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Mit dem Westdeutschen Tumorzentrum, einem der größten Tumorzentren Deutschlands, dem Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation, einem international führenden Zentrum für Transplantation, in dem unsere Spezialisten mit Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Herz und Lunge alle lebenswichtigen Organe verpflanzen, sowie dem Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum, einem überregionalen Zentrum der kardiovaskulären Maximalversorgung, hat die Universitätsmedizin Essen eine weit über die Region reichende Bedeutung für die Versorgung von Patientinnen und Patienten. Wesentliche Grundlage für die klinische Leistungsfähigkeit ist die Forschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit ihrer Schwerpunktsetzung in Onkologie, Transplantation, Herz-Gefäß-Medizin, Immunologie/Infektiologie und Translationale Neuro- und Verhaltenswissenschaften.

Weitere Informationen unter www.ume.de.