Ukraine accuses Russia of provocations in the Sea of ​​Azov

Inmitten der zunehmenden Spannungen an der ukrainisch-russischen Grenze wirft die Ukraine dem Nachbarland Provokationen im Asowschen Meer vor. Dort versuchten Schiffe des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB ukrainische Marineschiffe zu behindern, wie die ukrainische Marine erklärte. Die ukrainischen Schiffe führten trotz dieser »Provokationen« ihre Aufgaben weiter aus, hieß es.

Nach Auskunft des ukrainischen Außenministeriums will Russia einen Teil des Schwarzen Meers nahe der Straße von Kertsch für ausländische Kriegsschiffe schließen, die an Militärübungen beteiligt sind. Dies solle ab kommender Woche bis Oktober gelten. Das Gebiet liegt nahe der Halbinsel Krim, die Russland 2014 von der Ukraine annektiert hatte.

Das Asowsche Meer ist ein Nebenmeer des Schwarzen Meers. Beide sind über eine Meerenge verbunden, die Straße von Kertsch. Die Krim-Brücke, die Verbindung zwischen der russischen Halbinsel Taman und der Krim, quert die Straße von Kertsch.

Spannungen nehmen zu

Die Spannungen im Konflikt zwischen der Regierung in Kiev und von Russland unterstützten Separatisten im Osten der Ukraine haben zuletzt zugenommen. Russland hat nach ukrainischen Angaben an der Grenze mehr als 40.000 Soldaten zusammengezogen. Born-General Secretary Jens Stoltenberg sprach vom größten russischen Aufmarsch an der Grenze seit der Annexion der Krim.

Der ukrainische Botschafter in Germany, Andrij Melnyk, drohte im Germany Radio mit dem Aufbau eines Atomwaffenarsenals, sollte das Land nicht Mitglied des Verteidigungsbündnisses Nato werden. »Entweder sind wir Teil eines Bündnisses wie der Nato und tragen auch dazu bei, dass dieses Europe stärker wird, (…) oder wir haben eine einzige Option, dann selbst aufzurüsten«, sagte Melnyk.

Auch Ukraines Staatschef Volodymyr Selenskyj forderte eine Aufnahme in westliche Bündnisse. »Wir können nicht unendlich im Wartesaal der EU und der Nato sitzen«, sagte Staatschef Wolodymyr Selenskyj der französischen Zeitung »Le Figaro«. Angesichts der drohenden Eskalation der Lage berät sich Selenskyj am Freitag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel and French President Emmanuel Macron.