TV-Tipp: Berliner „Tatort“ über Mietenwahnsinn und Corona – kulturnews.de

Gleich zwei hochaktuelle Themen nimmt sich der neue Berliner „Tatort“ an diesem Sonntag vor. In „Die dritte Haut“ geht es um die horrenden Mieten in der Hauptstadt, die von Covid-19 noch verschlimmert werden. Der Mietenwahnsinn ist eine Problematik, die gerade mehrfach behandelt wird – etwa in Eva Ladipos neuem Roman „Räuber“. Doch im „Tatort“ kommt natürlich früher oder später auch ein Mord dazu.

Dessen Opfer wird dieses Mal Cem Ceylan, Juniorchef einer Immobilienfirma. Sie ist es, die dafür verantwortlich ist, dass eine Reihe von Mieter*innen ihre Bleibe verlieren. Denn Ceylan Immobilien hat ein Mietshaus im Wedding gekauft, das die Firma nun sanieren will, um die Wohnungen anschließend teurer vermieten zu können. Die jetzigen Bewohner*innen werden kurzerhand zwangsgeräumt. Doch vier Parteien wehren sich dagegen und bleiben vorerst im Gebäude: eine junge Familie, eine alte Dame, eine alleinerziehende Mutter und ein armer Journalist. Als dann Cem plötzlich tot vor dem Haus liegt, ist klar, worum es bei dem Mord gegangen sein muss. Kommissar*innen Rubin (Meret Becker) und Karow (Mark Waschke) müssen in dem Haus ermitteln, während die Pandemie eigentlich alle Kontakte verbietet. Dabei werden sie mit den sozialen Verheerungen der Berliner Mietpolitik konfrontiert …

„Tatort: Die dritte Haut“ läuft um 20.15 im Ersten. Danach ist der Film noch sechs Monate lang in der Mediathek verfügbar.

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