SPD simuliert in NRW Opposition

»Nach Corona-Infektion: An Altweiber abge­schnit­te­ne Minister-Krawatte beschäf­tigt NRW-Landtag

Beim Streit um einen Corona-Ausbruch im nord­rhein-west­fä­li­schen Innenministerium geht es laut dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ nun um die abge­schnit­te­ne Krawatte des Hausherrn Herbert Reul (CDU). In der Antwort auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag räumt die Regierung ein, dass Reul nach einer Dienstbesprechung am soge­nann­ten Altweiber-Tag die Krawatte abge­schnit­ten wor­den ist. Die Besprechung sei aber ansons­ten „in kei­ner Weise von Merkmalen des kar­ne­va­lis­ti­schen Brauchtums geprägt“ gewesen.

In der Regierungsantwort, die der Deutschen Presse-Agentur vor­liegt, heißt es wei­ter: „Weder waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ver­klei­det noch wur­de Musik gespielt – selbst­ver­ständ­lich wur­de auch kein Alkohol aus­ge­schenkt.“ Beim Verlassen des Raums habe eine Mitarbeiterin in einer „Spontanaktion“ dem Minister die Krawatte abgeschnitten.

Bei dem Treffen am 11. Februar – der tra­di­tio­nel­le Karnevalsauftakt fiel wegen Corona flach – waren nach frü­he­ren Angaben des Ministeriums 21 Menschen in dem Raum. Ansteckungen bei dem Termin hat es nach heu­ti­gen Erkenntnissen nicht gege­ben. Allerdings gab es einen Tag spä­ter noch ein ande­res Meeting – nach dem alle sechs Teilnehmer inklu­si­ve Reul posi­tiv getes­tet wurden.

Die SPD wirft Reul vor, die Corona-Vorgaben im Ministerium damals zu locker genom­men zu haben. Der Abgeordnete Stefan Kämmerling sag­te laut dem „Spiegel“ zu Reul: „Null Toleranz gilt bei ihm offen­bar immer nur für ande­re.“«
rp-online.de (4.6.)

Author: aa