Swine fever: Saxony wants to reduce the number of wild boars

Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) setzt Sachsen einen Koordinator zur Reduzierung der Wildschweinbestände ein. Der Forstwirt und Jäger soll künftig die Suche nach toten Wildschweinen mit Jägern, Spürhunden und Drohnen zentral steuern, teilte das Sozialministerium am Mittwoch mit. Zu den Aufgaben des Koordinators gehört es auch, sämtliche Funde von Kadavern und kranken Tieren zu dokumentieren und dem Landestierseuchenbekämpfungszentrum zu melden.

Zur Reduzierung der Wildschweinbestände sollen unter anderem Saufang-Anlagen angeschafft und in den Restriktionszonen aufgestellt sowie Jäger für den Einsatz an den Fängen geschult werden. Auf speziellen Flächen wird das Schwarzwild mittels Drohnen und Wärmebildkameras aufgespürt. Der Koordinator soll die Maßnahmen steuern. „Wir wollen bei der Entnahme der Tiere zügig vorankommen. Diese ist entscheidend für die Eindämmung der Tierseuche“, erklärte Sozialministerin Petra Köpping (SPD).

Ende Oktober 2020 wurde bei einem geschossenen Wildschwein im Landkreis Görlitz erstmals in Sachsen die für den Menschen ungefährliche Tierseuche nachgewiesen. Seither wurden insgesamt 171 Schweinepest-Fälle registriert. Allein von 270 gefundenen toten Wildschweinen wurden 146 positiv auf das ASP-Virus getestet.