Kurzarbeit: Wie Sie das Insolvenzgeld beantragen und wie Sie das Kurzarbeitergeld berechnen

Kurzarbeitergeld: So funktioniert die Leistung

Kurzarbeitergeld ist eine Leistung der Arbeitslosenversicherung. Sie soll den Verdienstausfall zumindest teilweise ausgleichen und der Arbeitsplatz kann erhalten werden, obwohl die betriebliche Situation Entlassungen notwendig machen würde.

Wer hat Anspruch?

Wenn in Ihrem Betrieb ein erheblicher und unvermeidbarer Arbeitsausfall, wie es beispielsweise gerade durch die Corona-Pandemie der Fall sein kann, herrscht, haben Sie als Arbeitnehmer Anspruch auf Kurzarbeitergeld (Kug). Ihr Betrieb benötigt einen schriftlichen Bescheid der Arbeitsagentur, der besagt, dass die Voraussetzungen für die Gewährung des Insolvenzgeldes nach den §§ 96 Abs. 1, 97 SGB III erfüllt sind. Eine dieser Voraussetzungen ist zum Beispiel, dass mindestens zehn Prozent der Beschäftigten in Ihrem Betrieb einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als zehn Prozent erleiden.

Sie haben auch Anspruch, wenn Sie nach der Anzeige des Arbeitsausfalls eine arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigung fortsetzen oder gewzungenermaßen nach dem Ende der Berufsausbildung in eine solche Beschäftigung einsteigen. Wenn Sie bisher in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis angestellt waren, das fortgsetzt werden soll, gilt der Anspruch ebenfalls. Weiterhin gilt er, wenn Ihr Arbeitsverhältnis nicht gekündigt oder durch einen Aufhebungsvertrag aufgelöst ist.

Sie bekommen das Insolvenzgeld auch, wenn Sie durch den Arbeitsausfall keine Einkünfte mehr haben. Die Möglichkeit auf Kurzarbeit muss in Ihrem Arbeitsvertrag vermerkt sein und gegebenfalls mit dem internen Betriebsrat vereinbart werden. Anfallende Sozialversicherungsbeiträge werden pauschal erstattet. Betriebe, in denen Arbeitszeitschwankungen vereinbart sind, müssen auf den Aufbau von negativen Saldos auf Arbeitszeitkonten verzichten. Wenn SIe als Leiharbeitnehmer beschäftigt sind, können Sie ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Kurzarbeit muss nicht für den gesamten Betrieb eingeführt werden, sie kann sich auch auf eine bestimmte Betriebsabteilung beschränken.

Saison- und Transfer-Kurzarbeitergeld

Saison-Kurzarbeitergeld kann von Ihrem Arbeitgeber beantragt werden, wenn Baubetriebe in Zeiten mit schlechtem Wetter witterungsbedingt oder wegen Auftragsmangels nicht arbeiten können. Das Transfer-Kurzarbeitergeld können Arbeitgeber beantragen, um bei betrieblichen Umstrukturierungen Entlassungen zu vermeiden und die Vermittlung von Beschäftigten in neue Arbeitsverhältnisse zu fördern.

Wann habe ich keinen Anspruch?

Sie haben als Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, wenn Sie keine arbeitslosenversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben. Betroffen sind davon zum Beispiel Arbeitnehmer, die das gesetzliche Rentenalter erreicht haben.

Was ist ein unvermeidbarer Arbeitsausfall?

Ein Ausfall darf nicht auf saisonbedingten, branchen- oder betriebsüblichen Gründen beruhen. In diesem Fall muss Ihr Betrieb erst einmal die Überstunden- und Arbeitszeitkonten der Arbeitnehmer abbauen. Auf den Aufbau von negativen Arbeitszeitsalden wird bis Ende 2020 verzichtet. Außerdem muss die Umsetzung von Mitarbeitern in einen anderen Bereich überprüft und wirtschaftlich zumutbare Gegenmaßnahmen zuvor getroffen werden.