Gedenkveranstaltung in Berlin: Deutschland trauert um 80.000 Corona-Tote

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Am Sonntag wurde im Konzerthaus Berlin am Gendarmenmarkt eine zentrale Gedenkfeier für die in der Corona-Pandemie Verstorbenen ausgerichtet. Gemeinsam mit den Verfassungsorganen und mehreren Hinterbliebenen von Corona-Opfern wollte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Zeichen setzen, dass man als Gesellschaft der Menschen gedenken soll, die in dieser Zeit gestorben sind. Dazu Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Beginn des Gedenkaktes: „Vor mehr als einem Jahr ist die Pandemie über uns hereingebrochen. Sie hat tiefe Wunden geschlagen und auf schreckliche Weise Lücken gerissen. In unserem Land. In Europa. In der ganzen Welt. Und wir wissen, sie ist immer noch nicht vorbei. Wir sind ermüdet von der Last der Pandemie und wund gerieben im Streit um den richtigen Weg. Auch deshalb, auch deshalb brauchen wir einen Moment des Innehaltens. Einen Moment jenseits der Tagespolitik. Einen Moment, der uns gemeinsam einen Blick auf die menschliche Tragödie der Pandemie erlaubt.“ Gedenkveranstaltungen waren auch in einzelnen Bundesländern geplant. Bundesweit galt am Sonntag Trauerbeflaggung. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind bis Sonntag rund 80.000 Personen in Deutschland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.