Frank-Walter Steinmeier: Bundespräsident pocht auf energischeren Klimaschutz

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier drängt auf deutlichere Klimaschutzanstrengungen im Interesse junger Menschen. Der globale Ausstoß von Treibhausgasen müsse »jetzt« gesenkt werden, »nicht irgendwann später«, sagte Steinmeier bei der Verleihung von Bundesverdienstkreuzen an sechs Bürger, die sich auf unterschiedliche Weise für den Klima- und Umweltschutz engagieren.

Die Menschen in Deutschland, Europa und weltweit müssten schon heute Verantwortung übernehmen, »um den jungen und den kommenden Generationen morgen ein gutes und selbstbestimmtes Leben auf unserem Planeten zu ermöglichen«, sagte Steinmeier laut Redetext.

Es gehe um nicht weniger als einen »grundlegenden Wandel« in allen Lebensbereichen. Passiere dies nicht, würden den kommenden Generationen damit »umso höhere Lasten und Kosten« aufgebürdet. Die nötigen Veränderungen würden alle Bereiche unseres Lebens betreffen, sagte Steinmeier: »die Art, wie wir Energie erzeugen, wie wir wirtschaften, produzieren und unseren Abfall entsorgen, wie wir arbeiten, wohnen, uns fortbewegen und ernähren«.

Zu den von Steinmeier Geehrten gehört unter anderem der Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber, der das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung mitbegründete und es zu einer der weltweit bekanntesten Forschungseinrichtungen zum Klimawandel machte. Ein weiteres Verdienstkreuz verlieh Steinmeier an den Vorsitzenden der Deutschen Umweltstiftung, den Kinderbuchautor Jörg Sommer.

Darüber hinaus ehrte Steinmeier die Biologin Juliane Diller, die Fledermausexpertin Inken Karst sowie die Geoökologiestudentin Stefanie Propp, die in Bayreuth öffentliche Naturgärten anlegt. Der Unternehmensberater Carsten Gerhardt aus Wuppertal wurde ebenfalls für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Er hatte sich dafür eingesetzt, eine stillgelegte Bahntrasse in einen 23 Kilometer langen Rad- und Fußweg zu verwandeln.