„Einschränkungen des sozialen Lebens führen eindeutig zu einer Gefährdung des Kindeswohls“

»CORONA IN NORDFRIESLAND:
Jugendpfleger des Kreises schlägt Alarm: Große Sorge um Kinder und Jugendliche

Nordfriesland | „Gut ist die Situation für Kinder und Jugendliche der­zeit nicht“, resü­miert Svend Goldenbaum. Der Jugendpfleger des Kreises Nordfriesland beruft sich dabei auf die Aussagen der Fachkräfte vor Ort…

„Sehr vie­le jun­ge Menschen äußern Wut und Enttäuschung dar­über, dass ihnen ihr Raum sozu­sa­gen weg­ge­nom­men wur­de. Ihnen feh­len der Kontakt zu ande­ren, der rea­le Austausch und die Unterstützung sehr. Die Folge sind Ängste und Frustration“, berich­tet Svend Goldenbaum. Vielen jun­gen Menschen fal­le es schwer, zu Hause digi­tal ohne Gleichaltrige zu ler­nen. Oft man­ge­le es dafür auch an Platz, Ruhe, Ausstattung und Unterstützung der Familie…

Jugendpfleger Goldenbaum erin­nert an den recht­li­chen Rahmen: Auch für Heranwachsende gilt der Schutzauftrag der Jugendhilfe, der eine Kindeswohlgefährdung aus­schlie­ßen muss. „Das ist ein har­tes Wort, bei dem man meist eher an Gewalt denkt. Doch auch die der­zei­ti­gen Einschränkungen des sozia­len Lebens füh­ren ein­deu­tig zu einer Gefährdung des Kindeswohls“, betont er.«
shz.de (28.5.)

Author: aa