DHL: Italienische Steuerfahnder beschlagnahmen 20 Millionen Euro

Der Vorwurf lautet auf Steuerbetrug im großen Stil: Steuerfahnder haben bei der italienischen Landesgesellschaft des Logistikkonzerns Deutsche Post DHL mehr als 20 Millionen Euro beschlagnahmt. Durchsuchungen gab es unter anderem in den Provinzen Mailand, Monza-Brianza, Lodi und Pavia.

Die Steuerfahndung in Mailand teilte mit, durch ein kompliziertes Konstrukt von Subunternehmen, fiktiver Arbeitsverträge und nicht existierender Rechnungen seien Mehrwertsteuern und in den meisten Fällen auch Sozialversicherungsbeiträge nicht abgeführt worden.

In der Mitteilung wird DHL nicht namentlich genannt, sondern als multinationaler Transport- und Logistikkonzern bezeichnet. DHL selbst bestätigte aber die Untersuchungen. Der Konzern teilte mit, ihre Tochter DHL Supply Chain Italy sei durch die Mailänder Staatsanwaltschaft über eine Untersuchung zu mutmaßlichen Steuerunregelmäßigkeiten informiert worden. Sie gehe davon aus, sich an die Steuergesetze in Italien gehalten zu haben. Der Konzern werde mit den Behörden voll kooperieren. Darüber hinaus wolle sich das Unternehmen mit Blick auf die laufenden Untersuchungen nicht äußern.