Corona-Impftermin absagen oder verschieben: Dos and Don’ts

Kalender mit Impftermin© Getty Images/Stadtratte

Viele Menschen sehnen ihren Impftermin herbei. Allerdings kann es durchaus passieren, dass man plötzlich verhindert ist, den Termin wahrzunehmen. Der einzig triftige Grund ist jedoch eine plötzlich auftretende Erkrankung beziehungsweise ein Infekt. Sehr wichtig ist es, den Termin auf jeden Fall abzusagen, wenn er nicht wahrgenommen werden kann.

Termin zur Impfung verschieben oder absagen?

Die Impftermine sind derzeit über die Impfzentren und Haus- beziehungsweise Fachärzt*innen erhältlich. Wer einen Termin hat, schätzt sich meist glücklich. Außer für den Impfstoff von Johnson & Johnson, der nur einmalig verabreicht werden muss, werden immer direkt Terminpaare vergeben, die den notwendigen Abstand zwischen den zwei Impfterminen beinhalten. Dieser sollte sinnvollerweise eingehalten werden, denn nur dann kann der bestmögliche Impfschutz erreicht werden.

Wer also den ersten Impftermin nicht einhalten kann, bekommt gleich zwei neue Termine. Ein Anruf beim Impfzentrum genügt, in den meisten Bundesländern können die Termine auch online storniert oder verschoben werden.

Es ist keine gute Idee, den Impftermin einfach nicht wahrzunehmen. Das Impfen der Menschen erfordert viel Koordination und ein Großteil der Deutschen wartet noch immer auf einen Termin. Um den Impfstoff nicht zu verschwenden, sollte der Termin unbedingt abgesagt werden: So hat eine andere Person die Chance, das Vakzin zu bekommen.

Wer den Impftermin verschieben möchte, muss damit rechnen, zeitlich deutlich nach hinten zu rücken, denn das Impfangebot wurde gemacht, aber abgelehnt. Im Sinne der Solidarität kommt erhält dann ein*e andere*r die Impfung.

Termin absagen: Dos & Don’ts

Der Impftermin sollte nur aus einem wirklich wichtigen Grund abgesagt werden, nämlich bei einer akuten Infektion mit Fieber. Das Verschieben des zweiten Termins auf einen früheren Termin, was derzeit einige Menschen versuchen, weil sie Urlaub planen, ist in der Regel nicht möglich und sinnvoll.

Die Verschiebung der Impftermine ist online über die Buchungs-Plattform www.116117.de möglich. Dafür sollte der jeweilige Vermittlungscode bereitgehalten werden, der bei der Terminvergabe verschickt wurde. Auch telefonisch kann man sich an die Corona-Impfhotline 116117 wenden. Beim Verschieben oder Absagen des ersten Termins sollte man daran denken, dass auch der zweite Termin verlegt werden muss.

Darauf sollte geachtet werden:

  • Termin unbedingt absagen, nicht einfach verstreichen lassen
  • Impfabstand zwischen beiden Terminen beachten und einhalten

Laut dem bayerischen Gesundheitsministerium erscheinen immer mehr Menschen nicht zu ihrem Zweittermin, da sie in den Urlaub gefahren sind. Deshalb wird derzeit diskutiert, diesen Personen keinen neuen Termin anzubieten. Es wird zudem davon abgeraten, Impfangebote im Urlaub anzunehmen, da dies die Koordination der Zweitimpfung und der Impfplanung der Zentren und Arztpraxen negativ beeinflussen kann. Das ist nach der Rückkehr nach Hause ein großes Problem in Bezug auf die Zweitimpfung.

Warum es zudem sinnvoll ist, den vorgeschriebenen Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung einzuhalten, erfahren Sie hier.

Aktualisiert: 09.06.2021 – Autor: Miriam Funk, Medizinredakteurin und Physiotherapeutin