CDU-Chef in Sachsen-Anhalt: Laschet warnt vor »bösem Erwachen« nach der Landtagswahl

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. Juni ist der letzte Stimmungstest vor der Bundestagswahl im Herbst. Die AfD liegt in manchen Umfragen deutlich über 20 Prozent – es scheint nicht ausgeschlossen, dass sie vor der CDU stärkste Kraft wird. Dieses Szenario fürchtet offenbar auch Unionskanzlerkandidat Armin Laschet.

Bei einem Besuch in dem Bundesland hat er nun vor einem »bösen Erwachen« nach der Wahl gewarnt. Der CDU-Chef forderte die Bürgerinnen und Bürger zur Stimmabgabe auf. Es ist die erste Landtagswahl seit der Kür Laschets zum Kanzlerkandidaten.

Es stehe eine Menge auf dem Spiel, sagte Laschet während eines Besuchs des Bauhaus-Museums in Dessau-Roßlau mit seinem Amtskollegen aus Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU). Das Land brauche einen Ministerpräsidenten, der »versöhnt und nicht spaltet«.

Laschets Abstecher nach Sachsen-Anhalt soll zwei Tage dauern. Nach einer Führung im Bauhaus-Museum stand noch ein Besuch im Städtischen Klinikum Dessau auf dem Programm. Am Samstag geht es für Laschet und Haseloff dann unter anderem weiter nach Halle und zur Mitteldeutschen Braunkohlegesellschaft (Mibrag).

Am Sonntag in einer Woche sollen rund 1,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes einen neuen Landtag wählen. In der nun endenden Wahlperiode führte Haseloff eine Keniakoalition als CDU, SPD und Grünen, das erste Bündnis dieser Art in Deutschland.