Börse – S-Immo lehnt Übernahmeangebot von Immofinanz ab

Immobilienkonzern S-Immo hat die Übernahmeofferte seines Rivalen und Großaktionärs Immofinanz als zu niedrig abgelehnt. Die Offerte sei unattraktiv und spiegle den Unternehmenswert nicht wider, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Immofinanz gestehe mit dem Angebot den Aktionären nicht einmal den Preis zu, mit dem der Konzern selbst S-Immo in seinen Büchern führe, erklärte Vorstandschef Bruno Ettenauer. Der Vorstand lehne das Angebot daher entschieden ab und empfehle den Aktionären, ihre Anteilsscheine zu behalten. Sie sollten mit der Entscheidung über die Annahme des Angebots bis zur Veröffentlichung des Ergebnisses der Bewertung des Immobilienportfolios zum Halbjahr 2021 warten.

S-Immo bekräftigte zudem die Pläne für den Fall eines Scheiterns der Übernahme, die Gesellschaften zu entflechten und ihre Beteiligungen an der Immofinanz sowie an der CA Immo zu verkaufen. „Die S-Immo ist alleine ertragsstark und zukunftsfähig“, erklärte Ettenauer. Die Erlöse sollen wieder in das Kerngeschäft investiert werden. Der Wiener Immobilienkonzern Immofinanz, der schon 26,5 Prozent an S Immo hält, hatte Mitte Mai sein Angebot vorgelegt. Er will den heimischen Konkurrenten komplett übernehmen und bietet 22,25 Euro je Aktie. (reuters)