Berliner Sauerbier: „Brennpunkt-Impfungen“

Am Freitag noch hat­te der Tagesspiegel den vol­len Erfolg der Kampagne in zwei Berliner Stadtteilen vor­her­ge­sagt (s. Bundeswehr „impft“ Berliner Problemsiedlung durch). Die Nachrichten von heu­te sind eher kleinlaut:

»So unter­schied­lich kann es gehen: Am Freitag blieb noch Impfstoff übrig, am Sonnabend muss­te die Aktion auf alle Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks aus­ge­wei­tet wer­den – und an die­sem Sonntag sind nach vier Stunden schon alle 800 ein­ge­plan­ten Dosen ver­teilt. Anders als an den ers­ten bei­den Tagen war die Nachfrage bei der Brennpunkt-Impfaktion in Marzahn-Hellersdorf am drit­ten und letz­ten Tag groß. Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Linke) habe des­halb noch ein­mal 200 Dosen beim Land nach­ge­or­dert
tagesspiegel.de (6.6.)

Geplant war die Aktion mit 2.400 Dosen für ein paar Straßenzüge. Nun freut man sich über 2.600 in den Arm gebrach­te Dosen in drei Tagen – in einem Bezirk mit über 270.000 EinwohnerInnen. Ähnlich sah es in Schöneberg aus:

»Die Nachfrage nach Corona-Impfungen ohne Termin ist am Sonntag in Tempelhof-Schöneberg bis­lang begrenzt geblie­ben. Am frü­hen Nachmittag wur­de das Impfgebiet daher auf ganz Schöneberg und Friedenau aus­ge­wei­tet

Dabei hat­te man kei­nen Aufwand gescheut:

Noch ist es ver­früht, den auto­no­men-Kinderspruch zweck­zu­ent­frem­den als „Ganz Berlin haßt die Impferei!“.

Author: aa