Annalena Baerbock präzisiert Angaben zu Mitgliedschaften in Organisationen

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat auf ihrer Webseite erneut Angaben über ihre Person präzisiert. Es handelt sich um unkorrekte Nennungen zu Mitgliedschaften in Organisationen. Sie hatte dort noch am Donnerstag unter anderem die Transatlantik-Stiftung German Marshall Fund und das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR aufgeführt.

Inzwischen wurde die Seite geändert, die Überschrift lautet statt »Mitgliedschaften« nun »Beiräte, (Förder-)Mitgliedschaften, regelmäßige Unterstützung«. Darunter wird jetzt ein Förderprogramm des German Marshall Fund genannt und die Uno-Flüchtlingshilfe als deutscher Partner des UNHCR.

Beim ebenfalls bereits vorher aufgelisteten Europa/Transatlantik-Beirat der Heinrich-Böll-Stiftung wird nun vermerkt, dass Baerbock inzwischen ausgeschieden ist. Die Änderungen hat zuerst ein »FAZ«-Journalist öffentlich gemacht.

Ein Parteisprecher teilte am Samstag mit, Baerbock habe das Fellowship-Programm des Marshall Funds 2011 absolviert. Für die Uno-Flüchtlingshilfe spende sie seit 2013 regelmäßig. »Dieses wurde nun durch Ergänzung von Kategorien präzisiert.« Über die Stellungnahme des Sprechers hat bereits die »Welt am Sonntag« berichtet.

Auch Details zum Studium wurden überarbeitet

In den Angaben zu ihrer Ausbildung verweist Baerbock inzwischen ausdrücklich darauf, dass sie ihr Studium der Politischen Wissenschaften an der Universität Hamburg lediglich mit dem Vordiplom beendet hat. Zuvor hatte sie nur die Studienzeit von 2000 bis 2004 genannt, ohne auf den Abschluss einzugehen. Im Nebenfach hat sie dort Öffentliches Recht studiert.

Später hat sie nach den unveränderten Angaben auf ihrer Seite an der renommierten London School of Economics den Abschluss »Master of Laws« erworben; eine Promotion in Völkerrecht hat sie nicht abgeschlossen.

Im Mai war bekannt geworden, dass Baerbock der Verwaltung des Bundestags Sonderzahlungen von mehr als 25.000 Euro nachgemeldet hat, die sie in den vergangenen Jahren als Bundesvorsitzende von ihrer Partei bekommen hatte. Eine Grünen-Sprecherin erklärte später, dass Baerbock diese Sonderzahlungen dem Finanzamt ordnungsgemäß anzeige und versteuere.