Aktien Osteuropa Schluss: Erneut uneinheitlich – Verluste in Prag und Warschau

PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU/MOSKAU (dpa-AFX) – Die wichtigsten Börsen in Mittel- und Osteuropa haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Aufschläge gab es in Budapest und Moskau, die Märkte in Warschau und Prag gingen mit Kursverlusten aus dem Handel. Laut Marktbeobachtern sind die Investoren derzeit hin- und hergerissen zwischen der Hoffnung auf eine weitere konjunkturelle Erholung und der Angst vor einer zu starke Inflation und der damit wohl einhergehenden strikteren Geldpolitik der Notenbanken.

Der tschechische Leitindex PX sank um 0,19 Prozent auf 1177,99 Punkte. Gute Konjunkturdaten halfen kaum. Die Industrieproduktion in Tschechien legte im April im Vergleich zum Vorjahr um 55,1 Prozent zu. Vor allem die Automobilindustrie war sehr stark. Allerdings war die Produktion im April des Vorjahres aufgrund der Corona-Krise auf einem sehr tiefen Niveau. Auch die Einzelhandelsumsätze legten im April zu und zwar um 7,4 Prozent.

Im PX waren die umsatzstärksten Papiere Moneta Money Bank, die 0,1 Prozent verloren. Für die Anteilscheine der dort ebenfalls notierten österreichischen Erste Group-Titel ging es um 1,2 Prozent nach unten.

In Warschau sank der Wig-20 um 0,40 Prozent auf 2237,61 Punkte. Der breitere Wig verlor 0,32 Prozent auf 66 555,29 Zähler. Klar nach unten ging es teilweise für die Finanzwerte im Wig-20. So verloren Santander Bank Polska 2 Prozent und Bank Pekao rund 1 Prozent. Die Titel der PKO Bank gaben um 0,1 Prozent nach. Unter den schwächsten Werten waren zudem auch die Titel des Öl- und Gasunternehmens PGNiG mit minus 2,7 Prozent.

Der ungarische Leitindex Bux gewann 0,60 Prozent auf 48 546,45 Einheiten. Die deutlichsten Zugewinne verzeichneten die Aktien der OTP Bank mit plus 2,1 Prozent. Für die Titel des Pharmakonzerns Richter Gedeon ging es hingegen um etwas mehr als 1 Prozent nach unten.

Die Papiere des Telekom-Unternehmens MTelekom konnten nicht von einem aktuellen Analystenkommentar profitieren. Die Aktien gaben um 0,25 Prozent auf 407 ungarische Forint nach. Zuvor hatten die Experten von Erste Group ihr Kursziel für die Aktien von 425 auf 520 Forint nach oben revidiert und ihre Kaufempfehlung bekräftigt.

Der Moskauer Aktienmarkt legte zu: Der Leitindex RTS schloss 0,21 Prozent höher auf 1656,46 Punkten.