Aktien New York: Uneinheitlich – Zwischen Zinssorgen und Konjunkturhoffnung

NEW YORK (dpa-AFX) – Die wichtigsten US-Börsen haben sich am Donnerstag im Handelsverlauf uneinheitlich präsentiert. Aktuelle Konjunkturdaten signalisierten zwar Gutes für die US-Wirtschaft, verstärkten damit aber auch die Inflations- und Zinssorgen der Anleger. Eine anfangs negativere Stimmung sei durch Berichte teilweise aufgefangen worden, wonach sich US-Präsident Joe Biden mit einer Unternehmenssteuer unterhalb von 28 Prozent zufrieden gebe, hieß es am Markt.

Zwei Stunden vor dem Ende stieg der Dow Jones Industrial um 0,09 Prozent auf 34 632,68 Punkte. Der marktbreite S&P 500 fiel hingegen um 0,21 Prozent auf 4199,17 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,80 Prozent auf 13 566,27 Zähler nach.

Laut Analystin Sophie Griffiths vom Broker Oanda blicken die Anleger mit Sorge auf einen Schwung von US-Wirtschaftsdaten. Bereits veröffentlicht wurde der private Jobbericht des Dienstleisters ADP, der starke Signale für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag sendete. Der vielbeachtete ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor fiel ebenfalls stark aus.

Laut dem ADP-Bericht hat der US-Privatsektor im Mai fast eine Million und damit deutlich mehr Stellen geschaffen als von Experten erwartet. Am Markt hieß es, dies erhöhe den Druck auf die US-Notenbank Fed, ihre bislang extrem lockere Geldpolitik einzuschränken. Außerdem spielte die internationale Handelspolitik wieder eine Rolle. Verwiesen wurde darauf, dass US-Präsident Joe Biden ein US-Verbot für Investitionen in Unternehmen erwägt, die mit dem chinesischen Militär in Verbindung stehen.

Autowerte legten kräftig zu. So gewannen General Motors (GM) sechs Prozent und Ford sogar sieben Prozent. GM hatte sich optimistisch mit Blick auf das Gesamtjahr gezeigt und steigende Auslieferungen an Kunden in den USA und Kanada angekündigt. Ford hatte im Mai den Absatz in den Vereinigten Staaten um gut vier Prozent gesteigert.

Ciena sprangen nach der Veröffentlichung von Quartalszahlen um achteinhalb Prozent nach oben. Der Netzwerkspezialist hatte mehr Gewinn gemacht als Experten erwartet hatten. Zudem fiel der Umsatzrückgang nicht so deutlich aus wie am Markt befürchtet.

Die bei über Netzwerke im Internet verbundenen Investoren beliebten Titel AMC, Gamestop, Bed Bath & Beyond und Blackberry setzten die heftigen Kursschwankungen der Vortage fort. So legten AMC zuletzt um 3 Prozent zu, nach einem Verlust von 40 Prozent.