Aktien New York Schluss: Dow leicht im Minus – Nasdaq gelingt moderates Plus

NEW YORK (dpa-AFX) – In den USA haben die Standardwerte-Börsen am Montag geschwächelt. Den technologielastigen Nasdaq-Börsen gelang im späteren Handelsverlauf dagegen der Sprung in die Gewinnzone. Auftrieb gaben vor allem positive Nachrichten aus der Biotechnologie- und Pharmasparte. Allgemein spielte nach wie vor das Thema Inflation eine wichtige Rolle. Zudem wogen Marktteilnehmer den Einfluss einer möglichen weltweiten Mindestbesteuerung auf Großkonzerne wie Apple, Amazon und Alphabet ab.

Der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial gab letztlich um 0,36 Prozent auf 34 630,24 Punkte nach. Sein vor rund einem Monat erreichtes Rekordhoch bei knapp 35 092 Punkten befindet sich aber dennoch weiterhin in Reichweite. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,08 Prozent auf 4226,52 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 indes drehte und schloss letztlich mit einem Plus von 0,23 Prozent auf 13 802,89 Zähler.

Janet Yellen, die US-Finanzministerin und frühere Präsidentin der US-Notenbank, hatte am Sonntag Präsident Joe Biden ermutigt, seine Ausgabenpläne zur Stützung der Konjunktur in der Corona-Krise voranzutreiben, selbst wenn so eine Inflation ausgelöst würde, die bis ins nächste Jahr anhalte. Zudem fügte Yellen hinzu, dass ein „etwas höheres“ Zinsumfeld ein „Plus“ für die USA wäre. Höhere Zinsen allerdings können Aktien belasten, denn im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren droht ihnen ein Attraktivitätsverlust.

Mit einem leichten Zinsanstieg könnten die Börsen allgemein ganz gut leben, schätzt Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Die Angst vor einem starken Anstieg werde wohl erst mit wieder stärkeren Wirtschaftsdaten zurückkehren. Solange die Konjunkturdaten aber maximal mittelmäßig ausfielen, so wie der Arbeitsmarktbericht vom Freitag, habe an den Börsen keiner Angst vor kräftig steigenden Zinsen.

Ein weiteres Thema unter den Anlegern war das der Besteuerung großer Digitalkonzerne. Nach dem Willen der führenden Industrienationen sollen sie künftig weltweit mindestens 15 Prozent Steuern zahlen. Nach jahrelangen Verhandlungen einigten sich die Finanzminister der G7-Staaten auf eine globale Steuerreform.