Aktien New York: Gewinne – Arbeitsmarkt heizt Inflationssorgen nicht an

NEW YORK (dpa-AFX) – Die wichtigsten US-Aktienindizes haben am Freitag im Handelsverlauf ihre Startgewinne gehalten. Der eine Stunde vor der Eröffnung veröffentlichte Arbeitsmarktbericht habe insgesamt betrachtet die bestehenden Inflationssorgen nicht verstärkt, sagten Experten. Zwar waren die durchschnittlichen Stundenlöhne im Mai stärker gestiegen als erwartet. Allerdings wurden weniger neue Stellen geschaffen als von Volkswirten vorhergesagt.

Laut der Helaba dürfte die Diskussion über eine straffere Geldpolitik keinen neuen Schub erhalten. Das Ergebnis enttäusche auch vor dem Hintergrund, dass der Bericht des privaten Dienstleisters ADP am Donnerstag auf eine deutlich größere Beschäftigung hingewiesen hatte. „Noch immer ist die Fed ein gutes Stück von der Zielerreichung entfernt und unmittelbare Straffungen der geldpolitischen Zügel wird es nicht geben“, sagten die Experten.

Der Dow Jones Industrial gewann zuletzt 0,43 Prozent auf 34 725,11 Punkte. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,81 Prozent auf 4226,68 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 legte sogar um 1,81 Prozent auf 13 774,84 Zähler zu.

Auf Unternehmensseite zeigten sich Halbleiterwerte besonders stark. So legten Broadcom um gut zwei Prozent zu. Das Unternehmen hatte im zweiten Quartal besser abgeschnitten als Experten erwartet hatten. Zudem sieht Broadcom nun optimistischer nach vorn.

Die Aktien von Facebook und der Google -Mutter Alphabet reagierten gelassen auf europäische Muskelspiele. So hatte die EU-Kommission eine förmliche Untersuchung gegen Facebook wegen des Verdachts auf Wettbewerbsverstöße beim Kleinanzeigendienst „Facebook Marketplace“ gestartet. Das Bundeskartellamt weitete zudem sein Verfahren gegen Google aus. Facebook legten um eineinhalb Prozent und Alphabet um zwei Prozent zu.

Pershing Square Tontine rutschten um mehr als 13 Prozent Prozent ab. Das vom Hedgefonds-Milliardär William Ackman aufgelegte Finanzvehikel (Spac) will zehn Prozent an der Universal Music Group (UMG) für rund vier Milliarden Dollar (3,3 Mrd Euro) kaufen.