137.000 Selbsttests – keine einziger positiv

salzburg.orf.at (1.6.)

»Die soge­nann­ten Wohnzimmertests, die man selbst mit QR-Code und Rotkreuz-App regis­triert, sind beliebt und über­tref­fen mitt­ler­wei­le die beauf­sich­tig­ten Selbsttests in den Teststrassen. Dort waren in der ver­gan­ge­ne Woche 98 von knapp 100.000 Tests posi­tiv – im Vergleich zu kei­nem ein­zi­gen posi­ti­ven Ergebnis bei 137.000 Wohnzimmertests.

Cov-positiv könnte nicht fertig eingetragen werden

Markus Kurcz, Leiter der Stabstelle Covid-Board des Landes Salzburg hält die­ses Missverhältnis für erklär­bar: „Wir gehen davon aus, dass ein­fach ein posi­ti­ves Testergebnis nicht fer­tig ein­ge­tra­gen wird in der App, weil es ja kei­ne Vorteile mehr bringt, und dass die Leute ganz ein­fach 1450 kon­tak­tie­ren, und auf die­se Art und Weise mit einem PCR-Test wirk­lich sicher gehen kön­nen, wie der Infektionsstatus wirk­lich aussieht.“

Drohene Quarantäne umgangen? [sic]

Dass damit eine dro­hen­de Quarantäne umgan­gen wer­den könn­te, befürch­tet Kurcz nicht: „Ich den­ke, man müss­te schon unglaub­lich abge­brüht sein, wenn man mit einem posi­ti­ven Antigen-Schnelltest das Ergebnis bei­sei­te schiebt. Es mag sol­che Menschen geben, aber dar­in sehen wir der­zeit nicht den Grund für die nied­ri­ge Rate an Positiven.“

Selbstverantwortung gefordert

Man set­ze also auf die Selbstverantwortung der Menschen und sehe daher auch kei­nen Grund für Konsequenzen aus der Null-Positiv-Rate der Wohnzimmertests, so Kurcz wei­ter: „So lan­ge wir hier kei­ne dra­ma­ti­sche Entwicklung erken­nen kön­nen, die wir allen­falls sol­chen Testumgehungen sozu­sa­gen zuschrei­ben kön­nen, sehen wir kei­nen aku­ten Bedarf und haben hier wirk­lich nicht Sorge, dass unser Vertrauensvorschuss, den wir den Menschen ent­ge­gen brin­gen, miss­braucht wird.“

Deshalb gibt es bereits Überlegungen, die­se selbst regis­trier­ten Wohnzimmertests künf­tig auch in den Beherbergungsbetrieben im Tourismus ein­zu­set­zen.«

Darin kann man den Mann nur bestär­ken! Besser wäre nur, den offen­kun­di­gen Unsinn ganz sein zu lassen.

Author: aa